• Bahnhof Weipert

    Bahnhofstraße 534 • Seehöhe 714m über NN

    Das Gebäude wurde 1871 erbaut und 1872 eröffnet. Im Bahnhof befindet sich neben den Diensträumen der sächsischen und österreichischen Eisenbahn, das sächsische und österreichische Zollamt und das Postamt II von Weipert. Weiterhin beherbergt das Gebäude auch eine Bahnhofswirtschaft.

    Der erste Bahnhofswirt ist Karl Kahrer, ihm folgt 1881 Hubert Gabriel und Antonin Beranek wird 1938 genannt. Von 1878–1912 ist Gustav Müller Stationsvorsteher, danach folgte Rudolf Hopf. 1938 nennt man den Namen Reichsbahninspektor Ernst Bauer im Amt des Vorstehers. Danach wird in den Kriegsjahren Julius Maier Vorsteher. Im Jahre 1938 steht im Zollamt Amtsvorstand Oberzollinspektor Franz Martin Vietsen vor.

    Nach der politischen Wende ist auch der Niedergang der Eisenbahn in Weipert nicht mehr aufzuhalten und die Anlagen der Bahn sind dem Verfall preisgegeben. Der einstige moderne Grenzbahnhof seiner Zeit ist heute ein großer Schandfleck für die Stadt Weipert.

  • Hotel Berbalk

    Grundstraße 1175

    Inhaber des Gebäudes ist im Jahre 1938 Eduard Berbalk. Das Hotel befindet sich direkt am Abzweig der Grundmühlenstraße und ist heute in einem relativ guten Bauzustand.

    Das Wirtshaus war für sein gutes „Gedeck“ bekannt. Böhmisches Schwarzbier mit gutem Aufschnitt, Tatar und guter Gewürzgurke.

  • Hotel Blauer Stern

    Grundstraße 562

    Das Hotel befindet sich direkt oberhalb der Sächsischen Drehscheibe und dem Lokschuppen. 1890 gehört das Gebäude Franz Bartl und 1938 ist es im Besitz von Oskar Lumpe. Nachdem das Lebensmittelgeschäft in den 1990iger Jahren aufgegeben wurde verfiel das Gebäude und stand leer. Heute ist es in Privatbesitz und erste Bemühungen zur Sanierung sind zu erkennen.

    Vergleicht man das Haus heute mit alten Ansichtskarten so ist das Hotel Blauer Stern nur sehr schwer wiederzuerkennen.

  • Gasthaus Wolfsschmiede

    Jöhstädter Straße 2

    Das Gasthaus war direkt am Grenzübergang nach Jöhstadt unweit des Katharinafelsen. Inhaber ist 1938 Josef Wagner (Hausname Butterseff).

    Heute ist vom Haus nichts mehr zu sehen.

  • Blechhammer

    Blechhammerstraße 7

    Keimzelle von Weipert und erstes Gasthaus der Stadt. Wurde zur Ein- und Ausspann an der Salzstraße. Später folgte ein Hammerwerk zur Blechherstellung. 1839 wurde das Areal von Postmeister Wenzel Schmidl gekauft. 1851 folgte die Gründung der Posamentenfabrik Julius Schmidl Co.

    Das Gasthaus „Zur goldenen Weintraube“ wurde später die „Blechhammerschänke“ und war ein beliebtes Ausflugslokal an Wochenenden. 1938 war Albin Enzmann Gastwirt hier. Im Sommer 1947 wurde das Gebäude ein Raub der Flammen.

  • Gasthaus Grundmühle

    Grundmühlenstraße 843 später Anton-Günther-Straße 843

    Galt als Ausflugslokal und Sommerfrische im Weiperter „Ziehbusch“ und war berühmt für seine ruhige Biergartenlage. 1890 war Wilhelm Recke Besitzer und Wilhelm Siegl Pächter. 1938 war Hans Uhl Besitzer des Hauses. Auch Ernst Bartl wird als Gastwirt genannt.

    Nach 1945 diente die Gaststube als Heulager für die Pferde der Grenzgendarmerié. Der Abriss erfolgte in den späten 1950iger Jahren.

  • Günther Ruh

    Blechhammerstraße

    Wurde zu Ehren des Heimatdichters und Liedsängers Anton Günther im Weiperter „Ziehbusch“ errichtet.

    Das Naturdenkmal wurde am 3. Juli 1938 geweiht. Der heimatverbundene Naturfreund Karl Walter Schmidl ließ das Denkmal erschaffen. 2000 Kubikmeter Felsgestein mussten dabei bewegt werden.

    Nach 1945 wurde das Denkmal zerstört und geriet in Vergessenheit. Die Natur eroberte sich das Gelände zurück.

  • Hubertussfelsen

    Grundmühlenstraße später Anton-Günther-Straße

    Ein aus Felsen gebildetes Denkmal zu Ehren des Weiperter Jagdklub „Sankt Hubertuss“. In einiger Höhe war eine Kupfertafel mit der Aufschrift „Deutscher Jagdklub 1907-1932“ angebracht.

    Über dieses Denkmal gibt es keinerlei Informationen und auch in keiner Chronik wird darüber berichtet. Die Kupfertafel wurde vor ein paar Jahren entwendet.

  • Dr. Illner Denkmal

    Dr. Franz Illner wurde in Schatzlar (Bezirk Trautenau) geboren und kam im Mai 1887 nach Weipert. Hier wurde er Stadtarzt und galt als „Arzt der Armen“. Er behandelte oftmals kostenlos und legte häufig noch das Geld für die Medizin auf den Tisch.

    Er erhielt den Titel „Kaiserlicher Rat“ und wurde Ehrenbürger der Stadt Weipert. Im Juni 1924 starb Illner nachdem er selbst seine Sterbeanzeige aufgegeben hatte. Ihm wurde ein Denkmal an der Grundstraße im Garten der Schule errichtet.

    Völlig überwuchert von Gestrüpp und seiner Gedenktafeln beraubt steht der Gedenkstein heute noch dort.

  • Firma Brauer und Gutberlet

    Grundmühlenstraße 82 später Anton-Günther-Straße 82

    1905 wurde die Firma von Emil und Paul Brauer sowie Carl Gutberlet gegründet.
    Später wurde sie zur Kommanditgesellschaft von Gustav Rupprich und Josef Nausch. Die Firma war Prägerei und Kartonagenherstellung.

    1945 begann der Verfall der Gebäude und nach und nach wurde alles abgerissen. Ein paar Steinhaufen auf Pöhlbach sind letzte Reste dieser Firma im „Goldenen Tal“.

  • Drehscheibe

    Vor dem sächsischen Lokschuppen ist heute noch eine Drehscheibe vorgelagert. Durch den Einsatz von grösseren Lokomotiven, wurden im Laufe der Zeit auch längere Drehscheiben benötigt. So wurde auch in Weipert eine kleinere Drehscheibe durch eine 19 Meter Scheibe ersetzt. Die Scheibe gehörte zum Bahnbetriebswerk Buchholz (Sachsen), konnte dort aber durch Platzmangel nicht eingebaut werden. Durch den Umbau war es nun möglich, die Reichsbahnbaureihe 50 und 52 in Weipert zu drehen.

    Nach 1945 gehörte die Drehscheibe zum Depot Komotau und bis 1967 wurden noch täglich Dampfloks gedreht. Danach führen noch Dieselloks zum Abstellen vorm Lokschuppen über die Scheibe und im Winter wurde die Schneeräumtechnik gewendet.

    Die Weiperter Drehscheibe war die letzte abgedeckte Drehscheibe im Erzgebirge, was im Winter sehr von Vorteil war. Im Oktober 2005 wurde die komplette Abdeckung erneuert und im Dezember 2005 die letzte Lok gedreht. Makaber ist, das es sich dabei um eine ehemalige Reichsbahn V60 der damaligen BVO Bahn GmbH handelte.

    Heute ist die Drehscheibe außer Betrieb und völlig zerstört.

  • Lokschuppen

    Bahnhofstraße 542

    Der Lokschuppen auf der sächsischen Bahnhofseite wurde im Jahre 1871 errichtet. Hier wurden die Lokomotiven der Königlich Sächsischen Staatsbahn untergestellt.

    1938 kam der Schuppen in Besitz der Deutschen Reichsbahn und galt als Lokomotivhilfsstelle des Bahnbetriebswerk Buchholz (Sachsen). Nach dem 2.Weltkrieg gehörte das Gebäude zur CSD und wurde Außenstelle vom Depot Komotau. Bis in die 1960er Jahre wurden hier Dampfloks restauriert und untergestellt. Danach beherbergte er noch den Kleinwagen der Bahnmeisterei Weipert und war später dem Verfall preisgegeben.

    Im Jahre 2012 wurden über dem angebauten Magazin das obere Stockwerk abgerissen und die noch vorhandenen Wasserbehälter (für das Lokwasser) verschrottet. Bis vor wenigen Jahren war der Warnanstrich aus der Zeit der „Kriegsverdunkelung“ an den Toreinfahrten noch zu erkennen.

    Heute stehen nur noch die Grundmauern des Gebäudes mit eingestürztem Dach.

  • Evangelische Martinskirche

    Am 13.Juni 1905 erfolgte, im Beisein einer grossen Schar der Weiperter Bevölkerung, die Grundsteinlegung für die Martinskirche. Nachdem Stadtarzt Dr.Brozowsky die Grundsteinlegungsurkunde verlesen hatte, vollzog Pfarrer Piesch aus Komotau die Weihehandlung. Danach wurde mit dem Bau des Gotteshauses nach den Bauplänen des Architekten Max Löwe aus Braunschweig begonnen. Der Bau im zarten Jugendstil gehalten, wurde von Baumeister Ferdinand Wurm aus Brüx durchgeführt.

    Am 31.Oktober 1905 wurden die Glocken vom Bahnhof zur Kirche gebracht und am 12.November 1905 fand die feierliche Glockenweihe statt. Nach der Weihe, welche ebenfalls durch Pfarrer Piesch erfolgte und die Glocken ein erstes Mal ertönt waren, folgte ein geselliges Beisammensein im Bahnhofsrestaurant.

    Am 4.Oktober 1906 erfolgte die feierliche Einweihung der fertiggestellten Kirche. Der Weiheakt wurde durch Superintendent Gummi aus Aussig vollzogen. Die Festpredigt hielt Superintendent Hartung aus Leipzig. Erster Pfarrer wurde Martin Lehmann. Weiter werden die Pfarrer Penzholz, Parigger, Lange und Haase genannt. Unter Letzteren wurden im Jahre 1924 die neuen Glocken geweiht, da die alten Glocken im 1.Weltkrieg vom Turm genommen wurden. Als letzter evangelischer Pfarrer kam Albin Drechsler aus Asch nach Weipert und führte bis zu seiner Verhaftung am 04.Februar 1946 dieses Amt aus.

    Nun begann die evangelische Gemeinde zu schrumpfen. Im Jahre 1956 fand das 50jährige Kirchenjubiläum statt. Die Festpredigt hielt Dr.Viktor Hajek. Danach verkam die Kirche immer mehr und wurde noch als Lagerhaus für die benachbarte Kunze-Fabrik genutzt.

    Am 20.Oktober 1982 wurde die Kirche gesprengt. An die Kirche erinnert heute nur ein kleiner Gedenkstein.

  • Cafe Ritter

    Johannesplatz 141

    Das Cafe gegenüber des Modebekleidungshauses Baumann am sogenannten „Sperrguschneck“ gehörte 1912 Herrn Daniel Ritter.

    Im Jahre 1938 ist Herr Ernst Ritter Gastwirt im Hause. Heute befindet sich eine Bierkneipe in dem Gebäude.

  • Cafe Weis

    Annaberger Straße 595

    Nachdem die Familie Weis von Carl Schlupeck das im Jahre 1880 erbaute Gebäude übernommen hatte, wurde ein Cafe eingerichtet. Inhaber Karl Weis machte durch sein vorzügliches Gebäck sein Cafe weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Das mit seinem großstädtischem Charakter Cafe galt als das beste Cafehaus (Wiener Cafehaus) in Weipert, über zwei Etagen wurden erlesene Weine und vorzüglicher Kaffee’s ausgeschenkt.

    Das feine Gebäck wurde unter der Leitung von Karl Weis hergestellt. Eine kleine Kapelle spielte live ständig leichte und ernste Musik. Einmal in der Woche fand ein Tanzabend auf der Glastanzbühne statt, welche zu dieser Zeit eine große Atraktion war, weit nach Mitternacht schloss das Cafe meist dann erst seine Pforten.

    Das Unternehmen erfreute sich so großer Beliebtheit, dass die Deutsche Reichsbahn in den Sommermonaten der 1920iger Jahren von Leipzig nach Weipert Sonderzüge mit Gäste brachte. Dann war im Cafe Weis Hochbetrieb und viele Großstädter genossen diese gute Konditorei.

    Heute ist das relativ gut erhalten gebliebene Gebäude ein privates Wohnhaus. An das hervorragende Familienunternehmen erinnert heute leider nichts mehr und vom einst geschäftigen Treiben läßt sich nichts mehr erahnen.

  • Hotel Stadt Leipzig

    Bahnhofstraße 152

    An dieser Stelle stand früher das „Hofwirtshaus“. Dieses zu einem Freihof gehörende Objekt galt als erstes und bestes Haus in Weipert. Hier vergnügten sich Bürger, Beamte, Fabrikanten und Arbeiter von Weipert bis tief in die Nacht hinein, selbst Gäste aus Sachsen waren hier anzutreffen.

    Das alte Gasthaus wurde im Jahre 1886 von seinem Besitzer Isidor Kreuzig abgetragen und an selber Stelle entstand ein neuer und für damalige Zeiten moderner Bau. Das Hotel bekam den Namen „Stadt Leipzig“. Es handelte sich um eine komfortable Einrichtung, der angebaute Saal lud regelmäßig zu beliebten Tanzabende ein, dieser Saal wurde auch von Vereinen und Gesellschaften genutzt. Viele Touristen und Geschäftsreisende übernachteten im Hotel, ab 1938 war Edmund Baumgartl Hotelier.

    Nach 1945 wurde das Objekt in Hotel Praha umbenannt und wurde überwiegend als Bierkneipe genützt, nach der politischen Wende lud es als Hotel Yetti wieder zum Übernachten ein, nach cirka 20 Jahren kam dann die Schießung des Hauses, heute steht das Gebäude leer und auch der Saal verkommt langsam, ein neuer Investor möchte nun dieses geschichtsträchtige Objekt wieder herstellen und seiner alten Verwendung zuführen.

  • Hotel Rohm

    Am Graben 827

    Das Gebäude lies Josef Rohm im Jahre 1910 erbauen und richtete darin ein von Ihm geführtes Hotel ein.

    Ab 1930 führte Edmund Baumgartl das Haus. In den 1990iger Jahren wurde ein im Gebäude befindliches Fotogeschäft geschlossen, ab dieser letzten Nutzung steht das Gebäude hinter dem Kulturhaus leer und ist in einem sehr desolaten Zustand.

  • Mädchenschule

    Goetheplatz 560

    Am 24 April 1876 erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Schulgebäudes und bereits im Jahre 1877 erfolgte der Einzug der Schüler in diese Haus.

    Bis zum Bau der neuen Schule im Jahre 1897 war hier die Weiperter Bürgerschule untergebracht, danach wurde das im Besitz der Stadtgemeinde befindliche Schulhaus zur Weiperter Mädchenschule umgewandelt. Im Jahre 1902 waren fünf Parallelklassen zu verzeichnen. 1. Direktor war Michael Luft, Oberlehrer und Chronist der Stadt Weipert, weiterhin werden die Oberlehrerinnen Fransiska Gebert und Katharina Jezdik namentlich benannt.

    Elsa Goßler (Industrieallehrerin) verstarb 1953 im benachbarten Bärenstein. Bis in die 1980iger Jahre wurde das Gebäude noch als Schule weitergenützt und steht heute leer, nur mit hergerichteter Fassade zum Denkmalsplatz hin steht es zum Verkauf.

  • Hotel Zahm

    Annaberger Straße 455

    Im Jahre 1857 lies Johnann Zahm dieses Haus erbauen, das Gebäude ist in einem architektonisch wundervollem Stil erschaffen worden und ist heute noch eine Augenweide in der Stadt.

    Das Hotel gehörte zu den besten und beliebtesten Häuser der Stadt, es wurde sehr gerne von Geschäftsreisenden aufgesucht. Geschmackvoll eingerichtete Fremdenzimmer und eine erlesene Bedienung machten dieses Hotel zu einer beliebten Übernachtungsadresse. Später wurden auch Unterstellmöglichkeiten für Autos eingerichtet was zu dieser Zeit was ganz besonderes war. 1938 war Georg Kreinhofer Geschäftsführer vom Hotel.

    Heute steht das Gebäude in bester Stadtlage leer und steht zum Verkauf. Was ließe sich alles aus diesem herrlichen Prachtstück machen ? Bleibt zu hoffen, dass es vom Abriss verschont bleibt und sich ein Käufer findet.

  • Cafe Wolf

    Am Graben 652

    Alexius Wolf ist 1938 Besitzer von diesem schönen Cafe mit Dachterasse, es werden täglich Künstlerkonzerte und Tanzabende angeboten.

    Das Cafe unweit vom Cafe Weis war mehr für die einfache Bevölkerung konzipiert, auch hier fanden viele Familienfeiern und Feste statt, obwohl das dargebotene Gebäck auch vorzüglich war, stand es leider immer im Schatten von Cafe Weis, trotzdem war das Haus täglich gefüllt und über Gästemangel konnte nie geklagt werden.

    Heute ist es in Privatbesitz und zum Wohnhaus umgebaut.

  • Kino

    Kajetangasse 93

    Am 01.11.1908 brannte die Kajetanmühle vollständig ab, an dieser Stelle wird durch Anton Baier ein neues Gebäude errichtet.

    In diesem Haus wird im Dezember 1912 ein Kino eröffnet, Anton Baier leitet die ersten Weiperter Lichtspiele, das Kino gibt täglich mehrere Vorstellungen und ist immer gut besucht, auch bei der Bärensteiner Bevölkerung erfreut sich das Haus großer Beliebtheit.

    Bis zum heutigen Zeitpunkt ist das Kino noch im Betrieb soll aber in nächster Zeit geschlossen werden, da durch neue Medien die Besucherzahlen ständig rückläufig sind. Im Inneren des Gebäudes erinnert noch sehr viel an die gute alte Zeit.

    Das Gebäude befindet sich in einem baufälligen Zustand, da es aber auch architektonisch interessant ist, kann man nur hoffen dass sich ein Käufer findet und dass es nicht dem Erdboden gleich gemacht wird. Mit über 30jähriger Berufszeit ist der Kinovorführer Anton Polevka ( Kinoanton ) zu nennen der sehr viel zum Erhalt des Kino’s beigetragen hat und bis zum heutigen Tage noch dort arbeitet.

  • Posamentenschule

    Kajetangasse 870

    Schon im Mai 1886 wurde vom Ausschuss für Industrie und Handel der Beschluss gefasst, dass in Weipert eine Fachschule für Posamentierer gebaut werden sollte. Erst im Jahre 1907 wurde die Errichtung der Schule genehmigt.

    Der Bau wurde an den Baumeister Anton Kunert aus Dux vergeben, das Gebäude sollte zwei Etagen und einen angebauten Steinturm enthalten, letzterer wurde aus Kostengründen nicht erbaut. Am 18.10.1909 wurde die staatliche Lehrwerkstätte für Posamentierer eröffnet, Prof.Berthold Franke wird im Februar 1911 zur Leitung als Direktor der Anstalt ernannt.Weiter sind als Fachlehrer Julius Harrant und Josef Plomer zu nennen, Hilfslehrer war Laurenz Lenhart.

    Bereits im September 1912 folgt eine Abteilung für Maschinenstickerei, Weiperter Fabrikanten sitzen im Fachschulausschuss, z.B Bayer Vincenz, Kannenberger Josef, Langer Rudolf und Pleil Wenzel. Auf Grund der hochwertigen Ausbildung in dieser Schulew urde die Weiperter Textilindustrie weit über die Grenzen für Ihre sehr gute Qualität und Haltbarkeit bekannt.

    Heute befindet sich das Stadtamt Vejprty mit Sitz des Bürgermeisters in dem sehr gepflegten und ansehlichem Gebäude.

  • Altes Postamt

    Lastenstraße 309

    Die Aufzeichnungen für dieses Haus gehen bis 1787 zurück. Damaliger Besitzer war Rupert Schmidl, dem Spitzenhändler Schmidl war 1782 mittels Decret des Oberst-Hofpostamtes zu Wien vom 18 August eine Filial-Postmeisterstelle in Weipert verliehen worden.

    Schmidl war der erste Postmeister vom Weipert und verstarb aber 1788 als 53 jähriger, seine Witwe Crescentia Schmidl führte die Poststelle weiter bis Sie 1806 von Ihrem Sohn Wenzel abgelöst wurde. Mit dem Postamt 1, welches im Jahre 1899 in Betrieb genommen wurde, endete das Postamt an der Lastenstraße. Das Gebäude ging nun in den Besitz der Firma Rudolf Pilz über, schon im Jahre 1912 wurde das Haus weiterverkauft an den Spediteur Raimund Zahm, die Lage war für diesen optimal wegen dem angrenzenden Bahnhof. Dieser baute die alte Post um und errichtete ein Betonmagazin mit elektrischem Aufzug zur Einlagerung für Mehl und Bier (Pilsner Bierniederlassung). Für die einheimische Industrie galt es als günstiges Zollfreilager mit Bahnanschluss. Nach dem zweiten Weltkrieg bis zur politischen Wende hatte der städtische Kohlenhändler seinen Sitz im Hause.

    Nach der Wende ging der Kohlenhandel stark zurück und ein Lebensmittelgeschäft wurde eingerichtet, was aber Ende der 1990iger Jahre wieder geschlossen wurde. Das Gebäude verfiel zur Ruine, wurde aber vom Denkmalschutz gerettet und umfangreich saniert.

    Zur Zeit steht das Gebäude leer und verfällt langsam wieder, trotz kostspieliger Sanierung ließen sich Pläne für ein geplantes Stadtmuseum leider nicht verwirklichen.

  • Hauptpostamt 1

    Postplatz 759

    Nach dem Beschluss des Gemeindeausschusses wurde am 08.Juli. 1897 dem Bau eines neuen Postgebäudes zugestimmt. Der Baumeister Heinrich Günzel bekam den Auftrag für den Bau des Objektes, die Übernahme durch die Postbehörde erfolgte nach Baufertigstellung am 01.Juli 1899, bereits am 10.Juli. 1899 wurde das Telegraphenamt und die Telefonzentrale aus dem Bahnhofsgebäude zum neuen Postamt verlegt, zum Kirchweihsonntag den 15.10.1899 wurde das Post und Telegraphenamt Weipert-Stadt ( Weipert 1 ) dem Verkehr übergeben. Die Gesamtkosten für den Bau lagen bei 65.000.

    Erster Postamtsleiter war bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1904 Oberpostverwalter Josef Pappisch, ab 1904-1910 leitete Oberpostverwalter Julius Lakott die Dienstgeschäfte im Postamt, Ihm folgte 1911 Postverwalter Gustav Wagner, der 1913 zum Oberpostverwalter ernannt wurde.

    Bereits im Jahre 1904 war das Telegraphenamt Weipert mit allen Telefonzentralen in ganz Österreich verbunden und 1909 begann die unterirdische Verkabelung der Stadt Weipert. 1938 leitete das Postamt Vojteck Hulek. Bis zur heutigen Zeit ist das Haus im Besitz der tschechischen Post und als Poststelle in Betrieb.

    Das Objekt bedarf einer Sanierung und vielleicht könnte n auch das angebrachte Weiperter Stadtwappen in luftiger Höhe neu erglänzen, das wäre für den Postplatz eine echte Bereicherung.

  • Postplatz

  • Bürgerschule

  • Katholische Kirche

  • Neues Pfarramt

  • Wardiskreuz

  • Martinskirchl

  • Speiselokal Schiller

  • Bank gegenüber Stadt Leipzig

  • Zollamt

  • Stadt Carlsbad

  • Porzellan Schmidl

  • Kaiser Josef 2 Platz – Kriegerdenkmal

  • Gedenkstein Turnvater Jahn Turnhalle

  • Grenzübergang

  • Sparkasse

  • Altes katholisches Pfarramt

  • Druckerei Endler

  • Cafe Fickert

  • Mathe Schmied

  • Firma Gahlert

  • Cafe Paßler (Plotz)

  • Thoms Buchhandlung

  • Firma Pilz